Warum moderne Manager psychologische Tiefe brauchen, um Wirksamkeit zu entfalten.
Führungskräfte tragen heute eine Last, für die unser Nervensystem nicht gebaut ist. Permanente Verfügbarkeit. Endlose Ambivalenz. Entscheidungen ohne ausreichende Daten. Und über allem: die stille Erwartung, dass man funktioniert.
Dieses Buch ist keine Methodensammlung. Es ist eine Einladung, Führung neu zu denken: von innen nach außen. Mit Szenen aus über zwei Jahrzehnten Praxis, mit Forschung, die trägt, und mit einer Sprache, die nicht beschönigt.
Was Führungskräfte tatsächlich erleben, wenn niemand zuschaut. Und warum das Schweigen darüber selbst zum Problem wird.
Wie autonomes Nervensystem, Vagustonus und Stressregulation darüber entscheiden, ob Sie führen oder nur reagieren.
Konkrete Wege, wie aus klinischer Erkenntnis tragfähige Führungspraxis wird. Ohne Hochglanz. Ohne Versprechen.
Es war Álvaro Soler, der mir zeigte, was ich aus all den Jahren in Praxen, Hörsälen und Vorstandsetagen nie so klar gesehen hatte. Er stand auf der Bühne, das Stadion außer sich, und tat etwas, das die meisten Führungskräfte nicht können: Er war einfach da. Nicht inszeniert. Nicht abgesichert. Nicht maskiert.
Ich saß in der zwölften Reihe und merkte, wie mein eigenes Nervensystem reagierte. Nicht auf die Musik. Auf ihn. Auf das, was hier sichtbar war und was in den meisten Sitzungen, die ich kannte, fehlt: eine Person, die ihr autonomes Nervensystem nicht gegen sich, sondern für sich arbeiten lässt.
— Fortsetzung im Buch.
Dr. phil. Anja Ozik-Scharf schreibt nicht über Führung. Sie schreibt aus ihr heraus.
Über zwanzig Jahre klinische Psychotherapie, parallele unternehmerische Verantwortung in drei eigenen Praxen, Lehre an der Universität Rostock und Universität Wien. Aus dieser dreifachen Perspektive ist dieses Buch entstanden: nicht als Theorie, sondern als verdichtete Erfahrung mit Menschen, die Verantwortung tragen.
Mehr über die Autorin →Verfügbar zur Vorbestellung. Erscheint 2026 im Remote Verlag.